Was hilft gegen Bluthochdruck

Was hilft gegen Bluthochdruck? – 10 Tipps, die Ihnen weiterhelfen

Als Volkskrankheit Nummer eins zieht der Bluthochdruck weltweit zunehmend weitere Kreise. Damit häuft sich auch die entscheidende Frage: Was hilft gegen Bluthochdruck? Die Antwort lautet wie so oft: Es kommt darauf an. Warum? Ganz einfach, weil jeder von Ihnen unterschiedliche Voraussetzungen und Risikofaktoren für Bluthochdruck mit sich bringt.

Dementsprechend gibt es keine universelle Pauschallösung, die bei jedem Bluthochdruckpatienten wirkt. Nichtsdestotrotz können Sie Ihren Blutdruck mit einigen einfachen Tipps selbst wieder in den Griff bekommen. Vor allem, wenn es sich nur um einen leichten Bluthochdruck handelt, funktioniert das in den meisten Fällen sogar ganz ohne Medikamente.

Mehr zu den Blutdruckwerten und deren Hintergrund erfahren Sie in unserem Artikel "Bluthochdruck-Werte - Was sagen sie aus und wie sind sie zu bewerten?".

Im folgenden Artikel möchten wir Ihnen jedoch 10 Tipps an die Hand geben, mit denen Sie effektiv etwas gegen Bluthochdruck tun können. Ganz gleich, ob akut, langfristig oder in speziellen Situationen wie der Schwangerschaft.

Was hilft gegen Bluthochdruck?

Die Antwort auf die Frage: " Was hilft gegen Bluthochdruck " heisst oft Medikamente. Und tatsächlich haben wir es der modernen Medizin zu verdanken, dass wir selbst schwersten Bluthochdruck heute sehr effizient behandeln können. In unserem Artikel "Medikamente gegen Bluthochdruck" stellen wir Ihnen die verbreitetsten Wirkstoffe und deren Wirkungsweisen vor.

Nichtsdestotrotz sollte die medikamentöse Behandlung immer der letzte Schritt sein. Immerhin können Sie selbst bereits einiges tun, um Ihren Bluthochdruck zu senken oder es gar nicht erst zu Bluthochdruck kommen zu lassen. Unsere Tipps zielen daher auf alle Lebensbereiche ab und geben Ihnen ein mächtiges Werkzeug für ein gesünderes Leben in die Hand.

Was hilft wirklich gegen Bluthochdruck?

Kurzfristige Massnahmen gegen Bluthochdruck sind vor allem eines: kurzfristig. Sobald Sie beispielsweise ein Hausmittel nicht mehr einnehmen oder ein bestimmtes Präparat nicht mehr verwenden, steigt der Blutdruck wieder an. Die folgenden fünf Tipps zielen daher auf eine langfristige und dauerhafte Senkung des Blutdrucks unter 140 mmHg zu 90 mmHg ab. Konsequent umgesetzt machen diese einfachen Änderungen häufig den Unterschied zwischen einer Hypertonie Grad I und einem optimalen Blutdruck von ca. 120 mmHg zu 80 mmHg aus. (Hier erfahren Sie mehr zum Thema Hypertonie Grad I.)

Statistik: Unter welchen gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden Sie häufig bzw. dauerhaft? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Tipp 1 - Reduzieren Sie Übergewicht

Was hilft natürlich gegen Bluthochdruck? Einfache Antwort: Reduktion von Übergewicht. Immerhin gilt Übergewicht in Industrienationen als Hauptrisikofaktor für Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose und Bluthochdruck. Wie effektiv das Abnehmen ist, belegen medizinische Studien. Laut aktuellen Ergebnissen können Sie erhöhte Blutdruckwerte pro Kilogramm Gewichtsverlust um bis zu 2 mmHg senken.

Wer also ein paar Pfunde zu viel mit sich herumträgt und nur 10 Kilogramm abnimmt, kann seine Blutdruckwerte dauerhaft um bis zu 20 mmHg senken. Achten Sie aber auf ein fundiertes Diätkonzept, das sich aus einer ausgewogenen Ernährung und einem Sportprogramm zusammensetzt. Radikaldiäten und Hungerkuren lösen auf Dauer Stress aus und können damit sogar den Blutdruck erhöhen.

Achten Sie auf die einfache Grundregel: Verbrauchen Sie jeden Tag ca. 400-500 Kalorien mehr als Sie aufnehmen und kontrollieren Sie Ihre Ergebnisse per Waage. So einfach funktioniert es!

Tipp 2 - Nehmen Sie weniger Salz zu sich

Salz ist für Ihr Herz essenziell. Gemeinsam mit Kalium sorgt das Natrium überhaupt erst dafür, dass Ihr Herz funktionieren kann. Zu viel Natrium dagegen ist einer der Auslöser für Bluthochdruck. Leider enthält unsere moderne Ernährung meist Unmengen an Salz. Von den täglich empfehlenswerten 3-6 Gramm Salz sind wir daher oft meilenweit entfernt.

Vor allem Fertigprodukte und viele verarbeitete Lebensmittel wie Salami, Käse, Fast Food sowie diverse Snacks enthalten viel zu viel Salz. Somit gerät Ihr Kalium-Natrium-Haushalt in ein gefährliches Ungleichgewicht. Reduzieren Sie Ihren Salzkonsum abhängig von Ihrem Körpergewicht auf 3-6 Gramm pro Tag.

Hier gilt: Je grösser und schwerer (fettfreie Körpermasse) Sie sind, desto mehr Salz können Sie vertragen. Reduzieren Sie Ihre Besuche bei Fast-Food-Ketten, nutzen Sie zum Würzen Kräuter und Knoblauch statt Salz oder steigen Sie von salzigen Wurst- und Käsesorten auf salzärmere Varianten um.

Tipp 3 - Trinken Sie weniger Alkohol

Interessanterweise sinkt der Alkoholverbrauch in unserer Gesellschaft im Median. Das bekommen derzeit gerade viele Brauereien zu spüren. Allerdings nimmt die Anzahl der Menschen, die grosse Mengen Alkohol konsumieren im Gegenzug zu. Insbesondere, wenn auch Sie zu dieser Gruppe gehören, sollten Sie den Alkoholkonsum mit Hinblick auf Ihren Blutdruck deutlich reduzieren.

Schliesslich ist Alkohol ein Nervengift, das den Organismus in einen Alarmzustand versetzt und sowohl Puls als auch Blutdruck ansteigen lässt. Mediziner raten hier zum sogenannten "südländischen Trinkverhalten". Grob gesagt bedeutet das für Sie: Trinken Sie lieber regelmässiger kleine Mengen Alkohol als seltener grosse Mengen. Als Richtwert empfehlen Mediziner maximal ein Glas Wein oder Bier am Tag.

Tipp 4 - Was hilft gegen Bluthochdruck?Treiben Sie Sport

Regelmässiger sanfter Ausdauersport lässt ihre Blutdruckwerte purzeln. Jedenfalls dann, wenn Sie bisher nicht durch sportliche und alltägliche Aktivität geglänzt haben. Studien zur Folge lassen sich die Blutdruckwerte bei untrainierten Bluthochdruckpatienten allein durch ein wenig moderaten Ausdauersport um bis zu 20 mmHg senken. Drei wöchentliche Trainingseinheiten á 30-45 Minuten reichen bereits für beeindruckende Ergebnisse aus.

Sie müssen dabei auch keinen Marathon laufen oder sich völlig verausgaben. Schon das Training im Bereich von 65 bis 75 Prozent Ihrer maximalen Pulsfrequenz genügt. Näherungsweise bestimmen können Sie Ihre maximale Pulsfrequenz mit der Faustformel 220 minus Lebensalter.

!

Wichtig:

Bevor Sie nach langer Inaktivität ein Sportprogramm aufnehmen sollten Sie sich von Ihrem Hausarzt eingehend untersuchen lassen.

Tipp 5 - Schlafen Sie ausreichend

Dauerhaft anhaltender Schlafmangel ist für unseren Organismus ein enormer Stressfaktor. Und dieser Stress schlägt sich nicht nur in unserem Gemüt und unserer Infektanfälligkeit nieder, sondern auch auf unseren Blutdruck. Normalerweise sinkt dieser in der Nacht nämlich um rund 15 Prozent ab, was die Gefässe deutlich entlastet.

Wenn Sie dagegen unter chronischem Schlafmangel leiden, verkürzen Sie diese Erholungsphase für Ihren Körper. Das Resultat: Auch nachts stehen Ihre Gefässe unter höherer Belastung. Und tags führt der erhöhte Stresshormonspiegel ebenfalls zu erhöhten Blutdruckwerten. Hören Sie auf Ihre innere Uhr und gönnen Sie sich regelmässig 6 bis 8 Stunden Schlaf.

Gourmet-Tipp bei Bluthochdruck

Mandelmilch-Pannacotta mit Mangosauce

Zutaten für 6 Personen:

  • 1 TL Bourbon-Vanillepulver
  • 400 ml Mandelmilch
  • 50 g Zucker
  • 3 g Agar-Agar
  • 1 Mango
  • Saft von 1 Zitrone
  • 200 ml Schlagsahne
  • Melisseblättchen zum Garnieren
  • Vanille, Mandelmilch, Zucker und
    Agar-Agar in einen Topf geben und mit einem Schneebesen verrühren. Das Ganze
    unter Rühren aufkochen lassen und etwa
    2 Minuten unter Rühren leicht köcheln
    lassen.
  • Die Mango waschen, von Schale und Stein befreien und das Fruchtfleisch mit dem Saft einer Zitrone pürieren. Die Sahne steif schlagen und unter die leicht abgekühlte Pannacotta-Mischung heben.
  • Das Ganze in die Förmchen füllen und im Kühlschrank kalt stellen. Die Mandelmilch-Pannacotta mit Mangosauce überziehen und mit einem Melisseblättchen garnieren.
  • Nährwerte (pro Portion):
    180 kcal (740 kJ) 2 g Eiweiß 12 g Fett 16 g Kohlenhydrate
Was hilft gegen Bluthochdruck?

Was hilft gegen Bluthochdruck? - Hausmittel, die es faustdick hinter den Ohren haben

Nachdem wir uns um die grundlegenden Tipps mit der dauerhaft grössten Wirkung für die nachhaltige Blutdrucksenkung gekümmert haben, widmen wir uns nun den Hausmitteln. Diese eignen sich ideal zur Ergänzung Ihrer grundlegenden Anstrengungen. Auch für die kurz- bis mittelfristige Senkung des Blutdrucks sind diese Hausmittel hervorragend geeignet.

Tipp 6 - Ingwer - Blutdruck senken mit der Powerknolle

Ingwer wirkt nicht nur antibakteriell, wärmend sowie schmerz- und entzündungshemmend. Auch auf den Blutdruck kann die Powerknolle eine positive Wirkung haben. Schon die alten Inder wussten um die gerinnungshemmenden und gefässerweiternden Eigenschaften des Ingwers und nutzten die Wurzel für Ihre ayurvedische Medizin. Zusammen mit der stoffwechselaktivierenden Wirkung unterstützt der regelmässige Ingwerkonsum in Form von Tee, Aufgüssen, pur oder als Gewürz Ihr Herz-Kreislauf-System.

Tipp 7 - Essen Sie mehr blutdrucksenkende Lebensmittel

Da Sie um Natrium in der Ernährung oft nicht herumkommen, macht es Sinn das Gleichgewicht über einen anderen Regler wiederherzustellen: den Konsum von kaliumreichen Lebensmitteln. Laut einer Metastudie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2013 kann eine tägliche Kaliumaufnahme von mindestens 3 Gramm den Blutdruck um bis zu 3,5 mmHg in der Systole und bis zu 2 mmHg in der Diastole senken. Zu den kaliumreichen Lebensmitteln gehören unter anderem Trockenobst (z.B. Aprikosen, Datteln, Pfirsiche), Bananen, Weisse Bohnen, Wildfleisch, Rindfleisch, Erbsen, Haferflocken, Erdnüsse und Spinat.

Tipp 8 - Apfelessig - Grossmutters Geheimrezept gegen Bluthochdruck

Schon Ihre Grossmutter hätte die Frage: " Was hilft gegen Bluthochdruck " schnell mit "Apfelessig" beantwortet. Immerhin beinhaltet der Apfelessig Wirkstoffe, die ähnlich wie die in Aspirin enthaltene Acetylsalicylsäure einen gerinnungshemmenden Effekt haben. So kann das Blut besser fliessen, was wiederum die Gefässe und das Herz entlastet. Schon der tägliche Konsum von einem Glas Wasser mit 2 bis 3 Teelöffeln Apfelessig kann merkliche Auswirkungen auf den Blutdruck haben.

Was hilft gegen Bluthochdruck in der Schwangerschaft?

Gerade in der Schwangerschaft kommt es bei vielen Frauen erstmals zu hohem Blutdruck. Die Frage " Was hilft gegen Bluthochdruck in der Schwangerschaft" ist damit essenziell. Neben den bereits genannten Tipps ist die ausreichende Aufnahme von Vitamin D insbesondere in der Schwangerschaft ein entscheidender Faktor und damit sogar allgemein eine Antwort auf die Frage " Was hilft gegen Bluthochdruck? "

Tipp 9 - Mit Vitamin D gegen Bluthochdruck

In der Schwangerschaft kommen zu Recht häufig Blutdruckmedikamente zum Einsatz. Schliesslich ist der Hochdruck sowohl für die werdende Mutter als auch für das Kind potenziell gefährlich. Ergänzend hat sich jedoch auch eine zusätzliche Vitamin D-Versorgung als erfolgreiche Unterstützungsmassnahme erwiesen. Immerhin herrscht durch den zusätzlichen Nährstoffbedarf des Heranwachsenden bei vielen Schwangeren ein deutlicher Vitamin D-Mangel.

Da sich Vitamin D ebenfalls auf den Blutdruck auswirkt, macht die zusätzliche Aufnahme Sinn. Im Fachhandel bekommen Sie entsprechende Kapseln und Tabletten. Alternativ kann Ihnen Ihr Arzt auch eine Depotspritze setzen, die Sie langfristig mit Vitamin D versorgt. Unterstützen können Sie die Vitamin D-Synthese in Ihrem Körper zudem durch viel Zeit an der frischen Luft. Immerhin stellt unser Organismus einen Grossteil des benötigten Vitamin D mit Hilfe von Sonnenlicht her.

Was hilft sofort gegen Bluthochdruck?

Von den lang- und mittelfristigen Antworten auf die Frage " Was hilft gegen Bluthochdruck " kommen wir nun zu einer sehr kurzfristigen Antwort

Tipp 10 - Was hilft gegen Bluthochdruck? Den Blutdruck per Massage sofort senken

An unserem Hals, links und rechts des Kehlkopfes verlaufen unsere Halsschlagadern. Diese sind mit druckempfindlichen Rezeptoren ausgestattet. Bei akuten Bluthochdrucksymptomen oder einem rasenden Puls können Sie diese in kreisenden, leicht druckvollen Bewegungen massieren. Bereits nach kurzer Zeit sinken Puls und Blutdruck ab. Führen Sie die Massage aber bitte nur im Sitzen oder Liegen aus, da der Blutdruck in Einzelfällen sehr rapide abfallen kann.

Fazit - Was hilft gegen Bluthochdruck?

Wie Sie sehen, gibt es eine ganze Menge, was Sie aktiv gegen Bluthochdruck tun können. Und das ganz ohne Medikamente. Diese sind zwar äusserst wirksam, sollten aber den Patienten vorbehalten bleiben, deren Blutdruck sich eben nicht mehr durch Sport, Gewichtsreduktion, eine kaliumreiche Ernährung oder sonstige Tricks in den Griff bekommen lässt.

Die 1 Minuten Meditation zum sofort Stressabbau