Bluthochdruck Folgen

Bluthochdruck Folgen – Was sind die möglichen Folgen erhöhten Blutdrucks?

Die moderne Medizin hat schon viele schwerwiegende Erkrankungen besiegt. So manche ehemals tödliche Infektionskrankheit hat bereits ihren Schrecken verloren. Im Gegenzug nimmt die Problematik des Bluthochdrucks immer weiter zu. Und leider ist dieses Problem in der Regel hausgemacht und eine Folge eines ungesunden Lebensstils. Umso wichtiger ist es, dass Sie Bluthochdruck nicht auf die leichte Schulter nehmen. Immerhin ist Bluthochdruck teils mit massiven Folgen verbunden, die Ihre Gefässe, das Herz, die Nieren und das Gehirn schwer und häufig irreversibel schädigen. Darum unser Ratschlag: "Unterschätzen Sie nicht die Bluthochdruck Folgen, sie können sich schwerwiegend auf ihre Gesundheit auswirken."

Hoher Blutdruck - Die stille, aber tödliche Gefahr

Ein zu hoher Blutdruck tut nicht weh und verursacht häufig keine Symptome. Dadurch bleiben die hohen Drücke im Gefässsystem lange unentdeckt und können somit bereits grosse Schäden anrichten, bevor sie entdeckt werden. Nur allzu oft machen sich Symptome erst dann bemerkbar, wenn bereits Organe und Gefässe angegriffen worden sind.

Kein Wunder, dass viele Mediziner den Bluthochdruck heute als "stillen Killer" bezeichnen. Diese Bezeichnung kommt nicht von ungefähr, hat hoher Blutdruck doch Auswirkungen auf lebenswichtige Organe wie das Herz, das Gehirn und die Nieren. Aber auch die Augen können durch anhaltend hohen Blutdruck schwer geschädigt werden.

Wissenschaftler haben sogar Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Demenz und hohem Blutdruck gefunden. Um Ihnen zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, dass Sie auf die Symptome und Warnzeichen für Bluthochdruck achten, möchten wir Ihnen die schwerwiegenden Folgen von Bluthochdruck näherbringen. Und hier zeigt sich eines ganz klar: Bluthochdruck ist alles andere als eine Bagatellerkrankung, für die sie häufig gehalten wird.

Bluthochdruck Folgen für die Gefässe

Unsere Gefässe sind dafür verantwortlich, dass das Blut jeden Winkel des Organismus erreicht. Während Arterien das sauerstoff- und nährstoffreiche Blut vom Herzen ausgehend in den Körper hineinpumpen, transportieren die Venen das mit Kohlendioxid und Stoffwechselendprodukten angereicherte Blut zurück zum Herzen. Damit dieser Transport funktioniert, ist ein gewisser Blutdruck notwendig. Im Umkehrschluss sind unsere Gefässe aber auch besonders stark von einem zu hohen Blutdruck betroffen. Generell ist der Druck in den Arterien höher als in den besonders elastischen Venen. Folglich hat der Bluthochdruck hier auch dramatischere Auswirkungen.

Bluthochdruck begünstigt gefährliche Aneurysmen

Arterien sind dazu in der Lage, sich zu weiten und zusammenzuziehen. Ist der Blutdruck dauerhaft zu hoch, wird die Elastizität der Gefässe überschritten. In einem solchen Fall hält die Gefässwand dem Druck nicht mehr stand, was zur Bildung eines Aneurysmas führen kann. Dabei handelt es sich um Aussackungen, also Ausdehnungen des Blutgefässes. Die grosse Gefahr liegt darin, dass sich durch die Dehnung wie beim Aufblasen eines Luftballons die Wandstärke des Gefässes im Bereich der Aussackung verringert.

In der Folge steigt das Risiko stark an, dass das Gefäss insbesondere bei weiter anhaltendem Bluthochdruck reisst. Besonders häufig bilden sich die lebensbedrohlichen Aussackungen an der Aorta. Kommt es hier zum Riss, sind die Überlebenschancen vergleichsweise gering. Umso wichtiger ist Bluthochdruckprävention, denn auch ein Aneurysma verursacht, bis es schliesslich reisst, keinerlei Symptome.

Schleichende Gefahr - Arteriosklerose

Blutdruckbedingte Schäden können aber auch die Innenseiten der Gefässe betreffen. Durch den erhöhten Druck kommt es hier zu kleinen Verletzungen der innersten Gefässschicht, die für einen optimalen Austausch von Sauerstoff und Nährstoffen verantwortlich ist. An diesen kleinen Beschädigungen setzen sich mit der Zeit sogenannte Plaques ab.

Diese bestehen aus Entzündungszellen, Cholesterin und anderen Stoffen, die damit das Gefäss zunehmend verengen. Zusätzlich verliert das betroffene Gefäss seine Elastizität und damit die Fähigkeit, sich den Druckverhältnissen im Gefässsystem anzupassen. Dieses Phänomen ist uns als Arteriosklerose bekannt. Parallel steigt somit die Gefahr einer Thrombose sowie eines kompletten Gefässverschlusses.

Schaufensterkrankheit (pAVK) durch hohen Blutdruck

Die sogenannte Schaufensterkrankheit ist eine arteriosklerotische Veränderung, die häufig durch anhaltenden Bluthochdruck hervorgerufen wird. Bei der von Medizinern auch als periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) bezeichneten Erkrankung kommt es zum Teilverschluss der Gefässe in den unteren Extremitäten. Betroffen sind in 50 Prozent der Fälle die Oberschenkelarterien, in 30 Prozent der Fälle die Beckenarterien und lediglich in gut 20 Prozent der Fälle die Unterschenkelarterien.

Betroffenen ist es nicht mehr möglich, längere Strecken zu Fuss zu gehen. Dementsprechend müssen Betroffene wegen auftretender Schmerzen häufig schon nach wenigen Metern wie bei einem Schaufensterbummel kurz stehenbleiben und eine Pause einlegen. Die Schaufensterkrankheit gilt darüber hinaus als Risikofaktor für Erkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle und den plötzlichen Herztod.

Statistik: Entwicklung der Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland nach Geschlecht in den Jahren von 1950 bis 2060 (in Jahren) | Statista
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Bluthochdruck Folgen für das Herz

Das Herz ist ein echter Dauerläufer. An 24 Stunden am Tag, an sieben Tagen pro Woche und 365 Tage im Jahr pumpt es Blut durch den Organismus. Auch auf unser Pumporgan hat Bluthochdruck Auswirkungen, denn: Je höher der Druck in den Gefässen (z.B. durch Verengungen), desto kräftiger muss das Herz arbeiten, um das Blut durch den Organismus zu pumpen.

Da das Herz ein Muskel ist, passt es sich der zusätzlichen Belastung an und wächst. Das Problem an der Sache ist, dass die Herzhypertrophie durch hohen Blutdruck anders verläuft als die Herzhypertrophie beim sogenannten Sportlerherzen. Bei der Vergrösserung des Herzmuskels durch Bluthochdruck verbessert sich die Durchblutung des Herzmuskels nicht. Das wiederum führt dazu, dass der Muskel nicht in ausreichendem Masse mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird.

In der Folge verengen sich die Herzgefässe durch den zunehmenden Druck und es kommt zu den typischen Symptomen einer Angina Pectoris. Darüber hinaus steigt das Risiko für Arteriosklerose an den Herzkranzgefässen und damit auch das Risiko für einen Herzinfarkt und den plötzlichen Herztod. Da das sogenannte Hochdruckherz nicht mehr dazu in der Lage ist, eine ausreichende Menge an Blut aus der linken Herzkammer in den Kreislauf zu pumpen, erhöht sich die Herzfrequenz. Hier wiederum besteht hohes Gefahrenpotenzial für Herzrhythmusstörungen, gefährliches Vorhofflimmern und eine Insuffizienz der Herzklappe.

Nierenschäden durch zu hohen Blutdruck

Bluthochdruck und die Nieren. Das ist ein ganz besonderes Verhältnis, denn die Niere kann Auslöser und Opfer zugleich sein. Im Folgenden möchten wir uns aber ausschliesslich mit den Bluthochdruck Folgen für die Nieren befassen. Schäden an den Nieren treten vor allem in Form von Gefässschäden durch Gerinnsel, arteriosklerotische Veränderungen und erhöhten Druck auf die Nerven auf.

In der Folge kommt es gerade im Bereich der kleineren Gefässe zu einer Minderdurchblutung der Nieren. Das wiederum führt dazu, dass sich diese kleinen Äderchen im Filtersystem der Nieren verhärten und porös werden. Damit sinkt die Filterfähigkeit des Organs. Ferner kann Bluthochdruck auch zur Verkalkung der Nierenarterien führen, was die Entstehung der chronischen Niereninsuffizienz begünstigt.

Da die Niere für sich genommen an der Blutdruckregulation beteiligt ist, führen Schäden an der Niere wiederum selbst zur weiteren Erhöhung des Blutdrucks. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Niere durch die Ausschüttung spezieller Hormone versucht, ihre Funktionstüchtigkeit zu normalisieren. Auf diese Weise entsteht ein gefährlicher Teufelskreis, da auch die Nierenschädigung selbst lange Zeit symptomfrei verläuft.

Gourmet-Tipp bei Bluthochdruck

Leichter Kartoffelsalat

Zutaten für 4 Personen:

  • 10 kleine neue Kartoffeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 Lorbeerblätter
  • wenig Salz (sparsam)
  • 1 Zwiebel
  • 6 EL Rapsöl
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • Pfeffer, Zucker
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 Bund Radieschen
  • 100 g junger Blattspinat
  • 2 TL Dijon-Senf
  • 30 g frische Meerrettichwurzel
  • Die Kartoffeln gründlich waschen und bürsten. In einen Topf geben, mit Wasser bedecken. Knoblauch abziehen und andrücken, mit den Lorbeerblättern zu den Kartoffeln geben, salzen. Zugedeckt etwa 20 Minuten garen.
  • Die Zwiebel fein würfeln, in 2 EL Öl glasig dünsten. Mit der Brühe ablöschen und aufkochen. Kräftig mit Salz, Pfeffer, Zucker und Essig würzen. Kartoffeln abgießen und ausdämpfen lassen. Kartoffeln halbieren, in einer Schüssel mit der heißen Brühemischung übergießen und 30 Minuten ziehen lassen.
  • Die Radieschen putzen und in feine Scheiben hobeln oder schneiden. Spinat verlesen, eventuell grobe Stiele entfernen. Senf, übriges Öl und etwas Marinade von den Kartoffeln gut verrühren. Mischung mit den Radieschen unter die Kartoffeln mischen, eventuell nachwürzen.
  • Vor dem Servieren den Spinat vorsichtig untermischen und anrichten. Meerrettich schälen und über den Salat raspeln.
  • Nährwerte (pro Portion):
    270 kcal (1110 kJ) 5 g Eiweiß 15 g Fett 27 g Kohlenhydrate
Rezept Blutdruck Folgen

Bluthochdruck Folgen für die Augen

Auch die Augen leiden mit der Zeit unter hohem Blutdruck. Gerade die kleinen Gefässe der Netzhaut sind von Bluthochdruck betroffen und reagieren mit starken Veränderungen auf erhöhte Werte. Unter dem Überbegriff "Fundus hypertonicus" fassen Mediziner blutdruckbedingte arterielle Schäden an den Netzhautgefässen zusammen. Eine häufige Veränderung ist das Zusammenziehen der Gefässe aus Reaktion auf den erhöhten Druck.

Zudem können sich Gefässe zunehmend verschliessen, kleine Aussackungen bilden oder sich vermehrt schlängeln. Die Schädigung der Augen erfolgt zunächst schleichend und äussert sich beispielsweise anhand einer abnehmenden Sehschärfe. Später kommt es zu Gesichtsfeldausfällen, anderweitigen Sehstörungen, Pupillenödemen und schliesslich der Netzhautablösung inklusive teilweiser oder vollständiger Erblindung. Häufig treten Sehstörungen auch im Rahmen einer hypertonen Krise auf. In einem solchen Fall normalisiert sich das Sehvermögen in der Regel aber wieder.

Achtung! - Bluthochdruck Folgen für das Gehirn

Gemeinhin gilt Bluthochdruck als grösster Risikofaktor für einen Schlaganfall. Immerhin ist das Schlaganfallrisiko für Bluthochdruckpatienten viermal höher als bei kerngesunden Menschen. Ursache für das erhöhte Risiko ist der schädliche Einfluss des Bluthochdrucks auf die Gefässe. Arteriosklerotische Veränderungen und Blutgerinnsel sind die häufigsten Auslöser für Schlaganfälle. Oftmals wandern Blutgerinnsel aus anderen geschädigten Gefässen bis ins Gehirn und sorgen für einen potenziell tödlichen Gefässverschluss.

Bei Hochdruck-Patienten können Gefässveränderungen und Verschlüsse aber auch direkt im Bereich der grösseren Hirngefässe entstehen. Das Ergebnis ist ein sogenannter Hirninfarkt. Treten Durchblutungsstörungen in kleineren Hirngefässen auf, kommt es zu einer chronischen Unterversorgung bestimmter Hirnareale mit Nährstoffen und Sauerstoff. Das wiederum beeinträchtigt die Hirnleistung und fördert den vorzeitigen geistigen Abbau. Mediziner sprechen von der sogenannten vaskulären Demenz.

Bluthochdruck Folgen - Kopfschmerzen durch erhöhten Blutdruck

Bluthochdruck und der Schlaganfall - das ist eine unheilvolle Verbindung. Umso wichtiger ist es, dass Sie auf Warnzeichen achten und es gar nicht erst soweit kommen lassen. Eines der häufigsten Symptome für Bluthochdruck sind Kopfschmerzen. Die sogenannten Hypertonie-Kopfschmerzen treten vor allem im Bereich des Hinterkopfes als pulsierende Kopfschmerzen auf. Meist zeigt sich dieses Phänomen direkt am Morgen nach dem Aufstehen und verflüchtigt sich über den Tag hinweg. Daher sollten Sie häufige morgendliche Kopfschmerzen keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.

Bluthochdruck Folgen in der Schwangerschaft

Leicht erhöhter Blutdruck über 140 mmHg zu 90 mmHg tritt in vielen Schwangerschaften auf. Tritt der Bluthochdruck erstmals während der Schwangerschaft auf, sprechen Mediziner von der sogenannten schwangerschaftsinduzierten Hypertonie. Zu hoher Blutdruck sollte im Rahmen der Schwangerschaft immer behandelt bzw. zumindest ärztlich überwacht werden. Im schlimmsten Fall kann sich aus dem Bluthochdruck eine sogenannte Präeklampsie entwickeln. Das früher auch als Schwangerschaftsvergiftung bekannte Phänomen kann sowohl für die werdende Mutter als auch für das ungeborene Kind lebensbedrohlich sein.

Hypertonische Krise und hypertonischer Notfall

Steigt der Blutdruck plötzlich auf enorm hohe Werte an, kann es schnell lebensbedrohlich werden. Immerhin werden unsere Gefässe in einem solchen Fall binnen kürzester Zeit mit extremen Drücken von zum Teil deutlich über 200 mmHg belastet. Insbesondere hypertonische Notfälle haben als Bluthochdruck Folgen potenziell lebensgefährliche Auswirkungen wie den Schlaganfall, den Herzinfarkt oder sogar einen plötzlichen Herztod zur Folge. Mehr zum Thema "hypertonische Krise und hypertonische Notfall" erfahren Sie in unserem Artikel "Plötzlich hoher Blutdruck".

Fazit - Mit den Folgen von Bluthochdruck ist nicht zu spassen

Wie bereits dieser kurze Abriss über die möglichen Bluthochdruck Folgen belegt, ist ein dauerhaft zu hoher Blutdruck eine enorme Gefahr für Ihre Gesundheit. Dementsprechend darf Bluthochdruck auf keinen Fall verharmlost werden, sondern muss beseitigt werden. Mehr dazu, wie Sie das anstellen können, lesen Sie in unseren Artikeln zu den Themen "Hausmittel gegen Bluthochdruck", "Medikamente gegen Bluthochdruck" und "Bluthochdruck senken".

[1] Sripal Bangalore et al., Antihypertensive drugs and risk of cancer: network meta-analyses and trial sequential analyses of 324 168 participants from randomised trials, Lancet Oncology 2011; 12: 65-82

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