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Bluthochdruck Behandlung – Wann ist es höchste Zeit Blutdruck behandeln zu lassen?

Bluthochdruck ist eine stille Gefahr, von der ein großer Teil der Betroffenen nichts ahnt. Da Bluthochdruck über lange Zeit gar keine oder nur sehr diffuse Symptome verursacht, ist die Dunkelziffer der Bluthochdruck-Patienten hoch. Immerhin sollen allein im deutschsprachigen Raum schätzungsweise 30-40 Millionen zumindest von leicht erhöhten Blutdruckwerten betroffen sein. Dennoch gilt ein zu hoher Blutdruck bei vielen Menschen noch immer als Bagatelle. Obwohl gerade im Anfangsstadium eine Bluthochdruck Behandlung sinnvoll wäre.

Das ist ein großes Problem, denn bereits eine Hypertonie Grad I kann das Gefäßsystem enorm belasten und Schäden anrichten, die sich in Folgeerkrankungen äußern. Eine Bluthochdruck Behandlung ist daher bereits bei einem geringfügigen Bluthochdruck wichtig. Wir sagen Ihnen, wann Sie handeln sollten und welche Möglichkeiten es gibt, mit denen Sie der Hypertonie gegenübertreten können.

Die häufigsten Fragen zur Bluthochdruck-Behandlung

Bluthochdruck: Wann ist er behandlungsbedürftig? Das ist die wohl am häufigsten gestellte Frage, wenn es um die Bluthochdruck Behandlung geht. Eng damit verwoben ist die Frage danach, wie die Behandlung in der Schwangerschaft erfolgt, wer der zuständige Ansprechpartner ist, welche Medikamente bei der Bluthochdruck Behandlung zum Einsatz kommen und ob die Bluthochdruck-Behandlung auch ohne Medikamente möglich ist. Bei uns bekommen Sie die wichtigsten Antworten.

Ab wann ist Bluthochdruck behandlungsbedürftig?

Die wichtigste Frage lautet wohl, wann Bluthochdruck zu behandeln ist. Verkürzt gesagt lautet die einfache Antwort: Immer! Der Grund ist einfach: Stellen Sie sich vor, dass unser Gefäßsystem und unsere Organe auf einen bestimmten dauerhaften Betriebsdruck ausgelegt sind. Ist der Betriebsdruck langfristig zu hoch, erhöht sich der Verschleiß enorm. Schäden am Gefäßsystem und den Organen sind damit die definitive Folge. Umso wichtiger ist es, den Bluthochdruck bereits dann zu behandeln, wenn er noch nicht allzu stark ausgeprägt ist. Dann nämlich hat er im Gefäßsystem noch keine Schäden angerichtet, die im späteren Verlauf schwereren Hypertonie-Graden (Grad II, und Grad III) Tür und Tor öffnen würden. Der folgenden Tabelle können Sie die Klassifikation der Blutdruckwerte entnehmen.

Sind meine Blutdruckwerte normal oder schon zu hoch?

Blutdruck-Klassifikation

Systole

Diastole

niedrig

105-119 mmHg

und

60-79 mmHg

normal

120-129 mmHg

und/oder

80-84 mmHg

normal-hoch

130-139 mmHg

und/oder

85-89 mmHg

leichter BLuthochdruck (Hypertonie Grad I)

140-159 mmHg

und/oder

90-99 mmHg

mittelschwerer Bluthochdruck (Hypertonie Grad II)

160-179 mmHg

und/oder

100-109 mmHg

schwerer Bluthochdruck (Hypertonie Grad III)

über 180 mmHg

und/oder

über 110 mmHg

Liegt Ihr Blutdruck in Ruhe dauerhaft über 140 zu 90 mmHg sollten Sie unbedingt Ihren Bluthochdruck behandeln lassen bzw. selbst Maßnahmen zur Behandlung ergreifen. Dauerhaft bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Sie diese erhöhten Werte über den Zeitraum mehrerer Wochen und Monate regelmäßig zu unterschiedlichen Tageszeiten messen. Achtung: Einzelne Ausreißer nach oben sind noch kein Anzeichen für eine notwendige Behandlung von Bluthochdruck. Je höher Ihre Werte liegen, desto dringender ist der Behandlungsbedarf, da sich mit dem Anstieg das Risiko für bleibende Organschäden und lebensgefährliche Blutdruckkrisen erhöht.

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Wer behandelt Bluthochdruck?

Wenn Sie bei sich erhöhte Blutdruckwerte feststellen, ist der Anlaufpunkt Ihr Hausarzt. In der Regel nimmt dieser im Vorfeld einer Bluthochdruck Behandlung einige Untersuchungen vor. Meist handelt es sich dabei um eine Langzeitblutdruckmessung, im Rahmen derer Sie für 24 oder 48 Stunden ein Blutdruckmessgerät tragen. Dieses zeichnet den Blutdruck über den Tag verteilt in verschiedensten Situationen auf. Damit kann der Arzt wichtige Rückschlüsse für seine Diagnose ziehen. So zum Beispiel, ob es sich um eine konventionelle Hypertonie oder eine Belastungshypertonie handelt. In den meisten Fällen ist die Behandlung durch den Hausarzt vollkommen ausreichend. Bei komplexeren Angelegenheiten z.B. bei völlig atypischen Fällen werden weitere Experten wie Internisten, Kardiologen oder Nephrologen für die Bluthochdruck Behandlung herangezogen.

Wie wichtig ist die Bluthochdruck Behandlung in der Schwangerschaft?

Rund 15-20 Prozent aller Frauen entwickeln während der Schwangerschaft eine sogenannte Schwangerschaftshypertonie. Der Blutdruck liegt dabei meist im Bereich der Hypertonie Grad I, dieser normalisiert sich aber nach der Schwangerschaft wieder. Problematisch ist allerdings, dass der zeitweise erhöhte Blutdruck nicht nur schädlich für die Mutter, sondern auch für das ungeborene Kind sein kann. In einigen Fällen kommt es in Verbindung mit einem hohen Blutdruck sogar zu einer sogenannten Präeklamsie, die früher auch umgangssprachlich als Schwangerschaftsvergiftung bekannt war. Aus diesem Grund sollten Schwangere Ihren Blutdruck regelmäßig überwachen und Bluthochdruck in jedem Fall behandeln lassen bzw. selbst mit der richtigen Bluthochdruck-Ernährung und einigen Hausmitteln etwas für ihren Blutdruck tun.

Bluthochdruck Behandlung: Welche Medikamente kommen zum Einsatz?

Bei der Bluthochdruck Behandlung setzen Ärzte heute zunächst einmal darauf, alle natürlichen Maßnahmen zur Blutdrucksenkung auszuschöpfen. Erst dann werden zur Bluthochdruck Behandlung in der Regel Blutdruckmedikamente verschrieben. Grob wird hier zwischen ACE-Hemmern, Angiotensin-Antagonisten / Sartanen, Beta-Blockern, Diuretika, Kalzium-Antagonisten und Renin-Hemmern unterschieden.

Mehr zum Thema Bluthochdruckmedikamente sowie zur Einnahme, der Wirkung sowie den potenziellen Nebenwirkungen von Blutdrucktabletten erfahren Sie in unseren Artikeln "Medikamente gegen Bluthochdruck" und "Bluthochdruck-Tabletten - Ab wann sind sie unerlässlich und wie werden sie richtig angewendet?"

Gourmet-Tipp bei Bluthochdruck

Kürbis-Tomaten-Suppe

Zutaten für 4 Personen:

  • 500 g Kürbis
  • 300 g Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Zucker
  • Pfeffer
  • frisch gehacktes Basilikum
  • 50 ml Sojacreme
  • Den Kürbis schälen. Kürbis und Tomaten grob würfeln. Die Zwiebel und den Knoblauch hacken und in einem Topf in Olivenöl glasig dünsten.
  • Die Gemüsewürfel mit der Brühe, dem Zucker und den Gewürzen dazugeben und gar kochen. Die Sojacreme hinzufügen und die Suppe mit einem Pürierstab pürieren
  • Auf Tellern anrichten und mit frisch gehacktem Basilikum bestreuen.
  • Nährwerte (pro Portion):
    120 kcal (510 kJ), 3 g Eiweiß, 8 g Fett, 10 g Kohlenhydrate
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Bluthochdruck behandeln ohne Medikamente, geht das überhaupt?

Früher herrschte noch der Glaube vor, dass Bluthochdruck ausschließlich mit Hilfe von Blutdrucksenkern effektiv zu behandeln sei. Mittlerweile wissen wir jedoch, dass unsere Lebensweise einen so großen Einfluss auf den Blutdruck hat, dass Ihnen ein guter Arzt zunächst einmal dazu rät, Ihren Lebensstil umzustellen. Und der Einfluss ist größer als Sie vielleicht denken, zumal es gleich mehrere Stellschrauben gibt, an denen Sie drehen können, um Ihren Bluthochdruck selbst zu behandeln:

  • Reduzieren Sie Übergewicht: Übergewicht gehört zu den größten Risikofaktoren für Bluthochdruck. Nachweislich kann die Reduktion von einem Kilogramm Fettmasse den Blutdruck um bis zu 2 mmHG senken. Nehmen Sie also 10 Kilogramm ab, ist durchaus eine Blutdrucksenkung im Rahmen von bis zu 20 mmHg möglich. Das macht häufig den Unterschied zwischen einem völlig normalen Blutdruck und einer erstgradigen Hypertonie aus.
  • Bewegen Sie sich mehr: Regelmäßige Bewegung trainiert das Herz-Kreislauf-System, hält die Gefäße geschmeidig und sorgt für eine bessere Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff. Schon vier Trainingseinheiten von 45-60 Minuten Dauer pro Woche können Ihren Blutdruck langfristig um bis zu 15-20 mmHg senken.
  • Mehr Kalium, weniger Natrium: Wer seinen Kochsalzkonsum auf die empfohlene Dosis von ca. 6-7 Gramm pro Tag senkt, kann seinen Blutdruck deutlich senken. Parallel bietet sich der Verzehr kaliumreicher Lebensmittel an, da Kalium vereinfacht gesagt der Gegenspieler von Natrium ist und gemeinsam mit Natrium für das optimale Funktionieren des Herz-Kreislauf-Systems mitverantwortlich ist.
  • Nikotin und Alkohol: Sowohl Nikotin als auch Alkohol lassen den Blutdruck ansteigen. Wenn Sie Ihrem Blutdruck etwas Gutes tun möchten, sollten Sie mit dem Rauchen aufhören und Alkohol lediglich in geringen Mengen genießen. Halten Sie sich am besten noch deutlich unter der von Experten angegebenen Menge von 20 Gramm pro Tag (Frauen) bzw. 30 Gramm (Männer).

Tipp:

Weitere Möglichkeiten für die Bluthochdruck Behandlung in Eigenregie erfahren Sie in unserem Artikel "Hoher Blutdruck Hausmittel - Die 10 besten Hausmittel gegen hohen Blutdruck".

Die alternative Bluthochdruck Behandlung - Die verbreitetsten Ansätze

Die Bluthochdruck Behandlung umfasst neben der medikamentösen Therapie und der Umstellung des Lebensstils auch noch einige alternative Ansätze zur Bluthochdruck Behandlung.

Wichtig:

Ob es nun die Behandlung mit Schüssler Salzen, die traditionelle chinesische Medizin (TCM) oder Ayurveda ist - die Wirksamkeit dieser Therapieansätze ist wissenschaftlich nicht belegbar. Es gibt damit deutliche Unterschiede von Mensch zu Mensch. Als alleinige Therapie zur Bluthochdruck Behandlung reichen alternative Heilmethoden damit nicht aus. Das gilt vor allem, wenn Sie unter höheren Hypertoniegraden leiden. Als begleitende Therapieform sind alternative Methoden jedoch hervorragend geeignet

Bluthochdruck Behandlung mit Schüssler Salzen

Wer seinen Blutdruck homöopathisch behandeln möchte, stößt früher oder später auf Schüssler Salze. Dabei handelt es sich um speziell zusammengemischte alternativmedizinische Präparate, die einen Einfluss auf den Blutdruck haben sollen. Die folgenden Schüssler Salze kommen in der Homöopathie dabei häufig in kombinierter Form zum Einsatz.

  • Nr. 1 (Calcium fluoratum D12)
  • Nr. 3 (Ferrum phosphoricum D12)
  • Nr. 7 (Magnesium phosphoricum D6)
  • ​Nr. 15 (Kalium jodatum D6)
  • Nr. 23 (Natrium bicarmonicum D6)

Mit chinesischer Medizin behandeln?

Ebenfalls beliebt ist die traditionelle chinesische Medizin (TCM), die auf den Vorstellungen des fernöstlichen Kulturkreises beruht. Demnach gehen Hochdruckerkrankungen in der Regel auf innere Faktoren wie Stress zurück, die sich über einen Funktionskreis steuern lassen. Im Rahmen der TCM-Behandlung greifen Therapeuten häufig auf die Nadelung von speziellen Punkten zurück. Im Fall der Bluthochdruck Behandlung ist dies der Funktionskreis der Leber.

Durch die Aktivierung der Punkte über Nadeln soll das Leber- und Nieren-Ying gestärkt werden, während das Leber-Yang geschwächt wird. Weitere Bestandteile der Bluthochdruck Behandlung in der TCM sind etwa chinesische Kräuter und Qi Gong. Da der Blutdruck nach der TCM-Behandlung oftmals zusätzlich ansteigt, sollten Sie zuvor in jedem Fall Ihren Arzt konsultieren. Auch hier gilt wieder: Die TCM eignet sich als ergänzende Bluthochdruck Behandlung, nicht aber als alleinige Therapie.

Bluthochdruck mit Ayurveda behandeln

Im Ayurveda geht man davon aus, dass Bluthochdruck durch zu viel Stress entsteht, sodass der Körper gar nicht mehr zur Ruhe kommt und sein erhöhtes Aktivitätslevel einfach beibehält. Aus dieser Grundsatzsicht her, liegt der ayurvedische Ansatz bei vielen Patienten durchaus richtig. Nicht umsonst zählen Stressreduktion und Ernährungsumstellung zu den Hauptfaktoren, mit denen Sie selbst ihren Blutdruck senken können. Folglich bietet sich die auf Entspannung und Stressreduktion ausgelegte Ayurveda-Therapie optimal als begleitende Behandlungsmethode für Bluthochdruck an, um den Organismus auch seelisch wieder in ein Gleichgewicht zu bekommen.

Die 1 Minuten Meditation zum sofort Stressabbau