bluthochdruck ab wann

Bluthochdruck ab wann spricht man von Bluthochdruck?

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Wie steht es um ihren Blutdruck?


Bluthochdruck, ab wann ist Bluthochdruck ein Problem. Auch wenn der Begriff mittlerweile recht inflationär gebraucht wird, wissen nur wenige Menschen was Bluthochdruck ist, ab wann er gefährlich wird und wie sich der Hochdruck senken lässt. Umso wichtiger, dass Sie den folgenden Beitrag aufmerksam lesen, denn mit zu hohen Blutdruckwerten ist nicht zu spassen. Und immerhin können Sie Ihren Blutdruck bereits mit kleinen Massnahmen positiv beeinflussen.

Was sagt der Blutdruck überhaupt aus?

Aussagen wie "Sie haben einen Blutdruck von 137 zu 85" kennen Sie ja bereits von Ihrem Hausarzt. Aber was genau heisst das eigentlich? Vereinfacht gesagt gibt der Blutdruck an, mit welchem Druck das Blut durch Ihr Gefässsystem strömt. Dabei unterteilt man den Blutdruck umgangssprachlich in einen "oberen" und einen "unteren" Wert.

Beim sogenannten oberen Wert handelt es sich um den systolischen Blutdruck. Dieser gibt an, mit welchem Druck das Blut ausgehend von Ihrem Herzen in die Aorta gepumpt wird. Der untere Blutdruckwert, auch Diastole genannt, beziffert den Druck des Blutes beim Rückfluss zum Herzen, während sich dieses wieder mit Blut füllt. Beide Werte werden in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben.

Gemeinsam mit dem Puls reguliert der Blutdruck die optimale Sauer- und Nährstoffversorgung des Organismus, sodass dieser jeder an ihn gestellten Herausforderung gewachsen ist. Aus dieser Bedeutung heraus wird klar, warum ein gesunder Bluthochdruck so essenziell ist.

Darum muss Bluthochdruck unbedingt behandelt werden

Kurzzeitig können unsere Organe und Blutgefässe einiges aushalten. Das ist auch gut so, denn beispielsweise beim Sport oder anderweitiger körperlicher Belastung steigt der Blutdruck deutlich an. Besteht der Bluthochdruck dauerhaft, ist der Druck auf die Gefässe aber so hoch, dass diese Schaden nehmen und vorzeitig altern.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle, Nierenversagen und Co. sind damit Tür- und Tor geöffnet. Auf die Frage "Ich habe Bluthochdruck, ab wann ist er gefährlich" gibt es daher nur eine einfache Antwort: "immer"! Nicht umsonst gilt ein zu hoher Blutdruck in der Medizin als "stiller Killer".

Lesetipp:

​Mehr zu den Gefahren und den potenziellen Folgen von Bluthochdruck lesen Sie in unserem Artikel "Bluthochdruck Folgen - Was sind die möglichen Folgen erhöhten Blutdrucks?"

Normaldruck oder Bluthochdruck - Ab wann Sie aufpassen müssen

Jeder Körper hat seinen individuellen Blutdruck, der sich in verschiedenen Situationen anders verhält. Aus diesem Grund wird der Blutdruck stets in Ruhe gemessen. Dieser Messwert ist die entscheidende Grösse für die Beurteilung von Bluthochdruck oder ab wann der Blutdruck zu niedrig ist. Werfen Sie zur Einordnung Ihres Blutdrucks einen Blick auf die folgende Tabelle.

Übersicht: Bluthochdruck ab wann zu hoch, ab wann zu niedrig?

Blutdruck-Klassifikation

Systole

Diastole

niedrig

unter 105 mmHg

und/oder

unter 60 mmHg

optimal

105-119 mmHg

und

60-79 mmHg

normal

120-129 mmHg

und/oder

80-84 mmHg

normal-hoch

130-139 mmHg

und/oder

85-89 mmHg

leichter BLuthochdruck (Hypertonie Grad I)

140-159 mmHg

und/oder

90-99 mmHg

mittelschwerer Bluthochdruck (Hypertonie Grad II)

160-179 mmHg

und/oder

100-109 mmHg

schwerer Bluthochdruck (Hypertonie Grad III)

über 180 mmHg

und/oder

über 110 mmHg

Bis zur Grenze von 139 mmHg (systolisch) und 89 mmHg (diastolisch) gilt der Blutdruck noch als normal bzw. hoch-normal. Ab einem Messwert von 140 mmHg zu 90 mmHg besteht damit laut der übereinstimmenden Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Deutschen Hochdruckliga Bluthochdruck. Optimal ist ein Blutdruck von unter 120 mmHg zu 80 mmHg.

Achtung:

Bluthochdruck liegt erst dann vor, wenn Sie erhöhte Blutdruckwerte in Ruhe regelmässig über einen Zeitraum von mindestens 24 Stunden messen. Einzelne Ausreisser sind noch kein Anzeichen für Bluthochdruck.

Lesetipp:

​In unserem Artikel "Blutdruck messen - Alles, was Sie wissen müssen" erfahren Sie, wie Sie Ihren Blutdruck richtig messen.

Wie Sie sehen gibt es gleich mehrere Abstufungen von Bluthochdruck. Ab wann es gefährlich wird, hängt entscheidend von dieser Abstufung ab. Grundsätzlich gilt: Je höher der Druck dauerhaft ist, desto zerstörerischer wirkt er auf Ihren Körper.

Ab wann Blutdruck zu niedrig ist

Ein zu hoher Blutdruck ist gefährlich führ die Gesundheit. Niedriger Blutdruck dagegen ist deutlich ungefährlicher. Liegt der Blutdruck unter der Marke von ca. 100 mmHg zu 60 mmHg (Frauen) bzw. von 110 mmHg zu 70 mmHg (Männer) kommt es jedoch vermehrt zu Beschwerden wie Herzrasen, Kälteempfinden, Schwindel, Sehstörungen, leichter Ermüdbarkeit oder Abgeschlagenheit. In der Regel ist ein tendenziell niedriger Blutdruck nicht gefährlich, er beeinträchtigt meist "nur" das Wohlbefinden.

Ein zu niedriger Blutdruck kann aber auch das Symptom einer schweren Erkrankung wie eine Herzschwäche oder eine Fehlfunktion der Schilddrüse sein. Sollten Ihre Blutdruckwerte dauerhaft unter den genannten Grenzwerten für zu niedrigen Blutdruck (Hypotonie) liegen, sollten Sie ebenfalls mit Ihrem Arzt sprechen.

Statistik: Anzahl der Todesfälle nach den häufigsten Krankheitsdiagnosen in Deutschland im Jahr 2017 | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Ab wann besteht Bluthochdruck bei Kindern?

Auch bei Kindern ist Bluthochdruck leider ein zunehmendes Problem. Schon rund vier Prozent aller Vorschulkinder und gut zehn Prozent aller Schulkinder sind bereits betroffen. Gerade bei Kindern bleibt der Hochdruck oft unbemerkt, da kaum jemand bei Kindern an dieses Problem denkt.

Dafür ist der erhöhte Druck für die jungen Gefässe und Organe noch zerstörerischer. Blutdruck- und Pulswerte weichen bei Kindern und Heranwachsenden von denen von Erwachsenen teils stark ab, da sich der Körper noch entwickelt. Zudem unterscheiden sich die optimalem Blutdruckwerte von Kindern bei Mädchen und Jungen.

Während ein dreijähriges Mädchen einen gesunden Blutdruck von unter 106 zu 68 hat, gilt bei einem 14 Jahre alten Jungen ein Grenzwert von 125 zu 76. Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über den kindlichen Bluthochdruck und ab wann der Druck zu hoch ist.

Tabelle: Bluthochdruck - Ab wann wird Bluthochdruck bei Kindern gefährlich?

Alter

Systole | mmHg

(W/M)

Diastole | mmHg

(W/M)

3 Jahre

106,4 / 106,5

und/oder

68 / 67,2

4 Jahre

106,8 / 106,8

und

68,2 / 67,7

5 Jahre

107,4 / 107

und/oder

68,9 / 68

6 Jahre

108,5 / 107,8

und/oder

69,2 / 68,7

7 Jahre

109,8 / 109

und/oder

69,9 / 69

8 Jahre

111,3 / 110

und/oder

70,4 / 70

9 Jahre

113 / 111,8

und/oder

71 / 71

10 Jahre

115 / 113,5

und/oder

72 / 72

11 Jahre

117 / 115,7

und/oder

72,8 / 73

12 Jahre

119,5 / 118

und/oder

73,7 / 74

13 Jahre

121,5 / 121,5

und/oder

74,5 / 75

14 Jahre

123 / 125,5

und/oder

75,6 / 76,5

15 Jahre

124 / 129,5

und/oder

76,8 / 78

16 Jahre

124,8 / 133

und/oder

78 / 79

17 Jahre

125,5 / 136

und/oder

79 / 81

18 Jahre

126,4 / 139

und/oder

80,6 / 82

Quelle: Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) 2003-2006

Plötzlicher Bluthochdruck ab wann in die Notaufnahme?

Der Arzt ist immer der richtige Anlaufpunkt für die Behandlung von Bluthochdruck. Ab wann Sie sofort zum Arzt müssen, hängt allerdings von den absoluten Werten und den Begleitumständen ab. Je höher Ihre Blutdruckwerte sind, desto dringlicher ist ein Arztbesuch für eine adäquate Therapie gegen Bluthochruck.

Ab wann Sie die Notaufnahme aufsuchen oder gleich den Notarzt alarmieren sollten ist vom Anstieg des Blutdrucks abhängig. Steigt der Blutdruck binnen kürzester Zeit auf Werte von 180 mmHg zu 120 mmHg handelt es sich laut der European Society of Cerdiology um eine hypertensive Krise.

Da sich die hypertensive Krise zu einem hypertensiven Notfall mit akuter Lebensgefahr entwickeln kann, ist ein Besuch in der Notaufnahme bzw. die Alarmierung des Rettungsdienstes empfehlenswert.

Mehr zum Thema hypertensive Krise und hypertensiver Notfall erfahren Sie in unserem Artikel "Plötzlich hoher Blutdruck - Muss ich mir Sorgen machen?"

Gourmet-Tipp bei Bluthochdruck

Kerniges Eiweißbrot

Zutaten für 1 Laib (1 kg, 20 Scheiben):

  • 40 g gehackte Kürbiskerne
  • 40 g Sonnenblumenkerne
  • 20 g ungeschälte Sesamsamen
  • 100 g Süßlupinenmehl
  • alternativ: 100 g Kichererbsenmehl
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 50 g geschrotete Leinsamen
  • 125 g Dinkelvollkornmehl
  • 50 g Haferkleie
  • 2 TL Weinsteinbackpulver
  • 2 TL Meersalz
  • 2 Eier
  • 250 g Magerquark
  • Kürbis-, Sonnenblumenkerne und Sesam mischen, 2 EL beiseitestellen. Die übrigen Kerne mit Süßlupinenmehl, Mandeln, Leinsamen, Dinkelmehl, Haferkleie, Backpulver, Salz und nach Belieben mit 2 TL Brotgewürz mischen. In einer großen Schüssel Eier und Quark glatt rühren. Die trockenen Zutaten und ¼ l lauwarmes Wasser nach und nach mit den Knethaken des Handrührgeräts untermischen.
  • Eine Kastenform (ca. 25 cm) mit Backpapier auslegen, den Teig einfüllen, glatt streichen und mit einem Messer längs einritzen. Die beiseite gestellten Kerne darüberstreuen, leicht andrücken und das Brot zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
  • Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Das Brot auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und 1 Tasse mit heißem Wasser auf den Boden des Backraums stellen. Das Brot etwa 10 Minuten backen, dann die Temperatur auf 180 Grad herunterschalten und das Brot weitere 40-45 Minuten backen. Zur Garprobe einen Holzspieß ins Brot stechen. Bleibt kein Teig daran kleben, ist es fertig.
  • Das Brot aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter etwa 10 Minuten abkühlen lassen, stürzen und vollständig abkühlen lassen. Das Brot hält sich in einer Box im Kühlschrank etwa 1 Woche. Für den Vorrat können Sie das Brot in Scheiben schneiden und portionsweise in Gefrierbeuteln einfrieren.
  • Nährwerte (pro Scheibe 50g):
    140 kcal, 8 g Eiweiß, 7 g Fett, 8 g Kohlenhydrate, 4 g Ballaststoffe, 0,5 BE

Bluthochdruck ab wann sind Medikamente sinnvoll?

Eine der häufigsten Fragen lautet bei Bluthochdruck: "Ab wann Tabletten gegen Bluthochdruck sinnvoll sind". Anders als es viele Patienten vermuten verschreiben Ärzte Medikamente nicht vorschnell. Vielmehr sind Medikamente das letzte Mittel, wenn die Möglichkeiten eines gesunden Lebenswandels, einer angepassten Ernährung und Stressreduktion ausgeschöpft sind.

Ab einem systolischen Wert von 180 mmHg empfehlen Mediziner ungeachtet der Begleitumstände dringen eine medikamentöse Therapie, um schwere Organschäden und potenziell lebensgefährliche Situationen abzuwehren.

Lesetipp:

In unserem Artikel "Bluthochdruck natürlich senken - Die besten Tipps, um den Blutdruck natürlich zu senken" lesen Sie, wie Sie Ihren Blutdruck deutlich senken können. Das funktioniert im Übrigen auch mit Hausmitteln.

Welche Medikamente kommen bei Bluthochdruck zum Einsatz?

Welche Medikamente bei Bluthochdruck ab wann verwendet werden, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Die Auswahl der Medikamente und die Einstellung der Dosierung erfolgt direkt durch den Hausarzt oder Kardiologen.

Hier erfahren Sie mehr über die zum Einsatz kommenden Blutdruckmedikamente und die Verwendung von Blutdrucktabletten.

Ab wann ist Bluthochdruck in der Schwangerschaft gefährlich?

Bluthochdruck ist während der Schwangerschaft eine grosse Gefahr für die werdende Mutter und das ungeborene Kind. Durch den erhöhten Blutdruck erhöht sich das Risiko für Komplikationen wie eine Fehlgeburt, eine Mangelversorgung des Kindes, eine Präeklampsie oder sogar eine potenziell lebensgefährliche Schwangerschaftsvergiftung (Eklampsie) erheblich.

Thema Schwangerschaft und Bluthochdruck: Ab wann ist er der Schwangerschaft gefährlich, wo liegen die Ursachen und was sind die Folgen? In unserem Artikel "Bluthochdruck in der Schwangerschaft - Risiken, Massnahmen, wann ist es ein Notfall?" bekommen Sie die Antwort.

Rezept-Bluthochdruck-Schwangerschaft

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